One-Piece-Flow: Kommissionierung Frankfurter Brett

Als einer der arbeits- und kostenintensivsten Prozesse innerbetrieblicher Logistik, entfällt etwa die Hälfte der operativen Lagerkosten auf die Kommissionierung . Häufig entscheidet dabei die Anordnung des Kommissionier-Bereiches über die Effizienz der Mitarbeiter und ist maßgeblich für den erreichbaren Output an fertigen Kommissionen verantwortlich.

Geht beispielsweise durch die Lagerhaltung mittels Europaletten eine große Fläche verloren, kann eine ergonomische Materialentnahme nicht mehr gewährleistet werden. Auch unnötige Laufwege und lange Wartezeiten können die Folge nicht optimierter Prozesse sein.

Die Umstrukturierung des Kommissionier-Bereiches ist daher eine wirkungsvolle Methode, um Laufwege zu optimieren, Kosten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Eine Möglichkeit hierfür bietet das One-Piece-Flow-Konzept – eine innovative Form der Fließfertigung.

Steckbrief:

  • Branche: Logistik
  • Umsetzung: 2016
  • Projektlaufzeit: 6 Wochen
  • Projektziel: Steigerung der Effizienz bei erhöhter Prozesssicherheit
  • Materialien:
    • CREFORM-Rohr Ø 28mm
    • Metallverbinder
    • Rollschienen

Die Ausgangslage

Als Spezialist für Innovative Fulfillment strebte im Jahr 2016 auch die Versandmanufaktur GmbH eine Optimierung ihrer Kommissionierabläufe an. Das Unternehmen mit Sitz in Witten übernimmt von der Datenübergabe, dem Eingang der Ware, der Auftragsübermittelung bis hin zu Versand und Retourenmanagement einen Großteil der After Sale Services für seine Kunden.

Im Fokus des Optimierungsprozesses: Das Frankfurter Brett.

Unübersichtlich & zeitaufwendig:

Bei der Bestandsaufnahme des Kommissionierbereiches Frankfurter Brett durch einen CREFORM-Experten vor Ort konnten verschiedene Fehlerquellen identifiziert werden:

  • Unnötige Ablageflächen & Greifwege
  • Keine ergonomische Entnahme und Bereitstellung der Materialien
  • Hohe Lagerflächen mittels Europaletten & Pufferplätzen
  • Lange Laufwege
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Keine ergonomische Entnahme und Bereitstellung der Materialien

Hohe Lagerflächen mittels Europaletten und Pufferplätzen

Unnötige Laufwege

Effizienzsteigerung um 60 Prozent: Kommissionieren nach dem One-Piece-Flow-Prinzip

Nach einer Prozessberatung durch CREFORM konnte gemeinsam mit dem Team der Versandmanufaktur ein Konzept zur Einführung des CREFORM-Systems erarbeitet werden.

Die Optimierungsergebnisse auf einen Blick

  • Effizienzsteigerung um 60% pro Mitarbeiter und Schicht
  • Ergonomische Materialentnahme
  • Hohe Prozesssicherheit: Beauftragung neuer Materialien mittels Rückführung durch leere Kisten (KANBAN)
  • Kontinuierlicher Durchlauf und kurze Laufwege dank U-Zelle
  • Optionale Vergrößerung der U-Zelle dank mobiler Bauweise
  • Ein Picking-Wagen pro Mitarbeiter
  • keine Wartezeiten
  • Vom Falten der Kartonage bis zur Auslieferung: Kompletter Picking-Prozess an einem Ort

Effizient & ergonomisch: Die neue Picking Zone

Für die Einführung des CREFORM-Systems wurden individuelle Kanban-Regale und standardisierte Picking-Wagen konstruiert, die in einem Workshop gemeinsam aufgebaut wurden. Die Kanban-Regale werden von außen bestückt, während die Materialentnahme von innen erfolgt. Mittels schräger Front auf der Innenseite konnte eine ergonomische Einzelteilentnahme ermöglicht werden.

Aufgrund der Vielzahl an Produktvarianten war es nicht möglich, alle Artikel an einem Verpackungsplatz zuzuführen. Die Anordnung des Kommissionier-Bereiches als U-Zelle ermöglicht einen kontinuierlichen Durchlauf im One-Piece-Flow und kurze Laufwege. Durch eine mobile Bauweise kann die U-Zelle bei Bedarf, beispielsweise während des Weihnachtsgeschäftes, vergrößert werden.

Durch die Umgestaltung der Picking Zone und des gesamten Kommissionier-Ablaufs vom Falten der Kartonagen bis hin zur Auslieferung konnte die Anzahl an fertigen Kommissionen pro Person in einer Schicht um 60% gesteigert werden: von 50 Stück auf 80 Stück.

Gleichzeitig ist es mithilfe des CREFORM-Systems gelungen, die Prozesssicherheit zu erhöhen. Durch Einführung des 2-Behälter-Kanban-Systems ist stets sichergestellt, dass ausreichend Material im Kommissionierbereich verfügbar ist. Sobald ein Behälter leergearbeitet ist, wird dieser in die Leergutrückführung gesetzt und initiiert die Bestellung eines aufgefüllten Behälters, welcher anschließend durch den Materialversorger angeliefert wird.

Mit der Steigerung von Effizienz und Prozesssicherheit konnten somit zwei entscheidende Leistungsparameter optimiert werden, die im Wettbewerb zum unternehmerischen Erfolg der Versandmanufaktur beitragen können.

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Christian Schäffer

Head of Sales Europe North

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